Lage:

Genthin liegt am Rande der Altmark im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt, am Elbe-Havel-Kanal

Historisches:

Im Jahr 1144 wurde erstmals eine Burg urkundlich erwähnt. Von dieser Burg aus verwaltete die Adelsfamilie von Plotho das umliegende Gebiet. 1171 wurde Genthin erstmals urkundlich genannt, war aber in der Folge ein unbedeutender Ort, denn erst für 1459 lässt sich eine Nennung als Oppidum (stadtartige Siedlung) nachweisen. Marktrecht erlangte die Stadt im Jahr 1539.

Nachdem der Administrator des Erzbistums Magdeburg, August von Sachsen-Weißenfels 1680 gestorben war, trat eine Bestimmung des Westfälischen Friedens von 1648 ein und das Gebiet fiel an den Kurfürsten von Brandenburg. Damit gehörte die Stadt zum Herzogtum Magdeburg und lag im damaligen Jerichower Kreis. Von 1707 bis 1722 wurde die dreischiffige, barocke Pfarrkirche nach Entwürfen des Magdeburgers Georg Preusser gebaut, 1720 öffnete das Postamt mit der Inbetriebnahme der Postverbindung Magdeburg-Genthin. 1727 wurde Genthin mit dem Einzug einer Kompanie der Gelben Reiter unter dem Kommando des Rittmeisters von Schmeling Garnisonsstadt. In den Jahren von 1743 bis 1745 wurde der Plauer Kanal gebaut. Dieser war der erste Teil des heutigen Elbe-Havel-Kanals und verband zunächst die untere Havel bei Plaue über eine Strecke von 15 km mit der Stremme und Ihle. Beide Flussläufe wurden zusätzlich für die Schifffahrt ausgebaut. Dieses Bauvorhaben brachte für die Stadt einen Entwicklungsschub. Der Kanal verkürzte den Weg von Berlin nach Magdeburg um 150 Kilometer. Zusätzlich zum Bau des Kanals wurden weitere umfangreiche Arbeiten zur Erschließung durchgeführt, wodurch eine Besiedlung des Umfeldes der Stadt vorgenommen werden konnte. Bis 1808 unterstand Genthin dem königlichen Amt Altenplathow. Erst nach Reformen in Preußen wurde Genthin als Stadt eigenständig und wählte 1809 erstmals einen Stadtrat. 1816 wurde Genthin Verwaltungssitz des Landkreises Jerichower Land.

Die Infrastruktur wurde durch die Anlage von Verkehrswegen den wirtschaftlichen Erfordernissen angepasst. Es entstanden Chausseen und Landstraßen. 1837-1846 wurde die Eisenbahnstrecke Berlin-Potsdam- Magdeburg gebaut, die später bis Hannover erweitert wurde. 1898 erfolgte die Gründung der "Kleinbahn AG". Es entstanden zahlreiche Industriebetriebe, wie Ziegeleien, holzverarbeitende Fabriken und Werften, die Schiffbau oder Schiffsreparaturen betrieben. Großbetriebe waren die 1902 in Betrieb genommene Zuckerraffinerie und das Waschmittelwerk des Henkel Konzerns, das auf Initiative des ehemaligen Bürgermeisters Struss von 1921 bis 1923 gebaut wurde.

Bildungseinrichtungen:

  • Grundschule Stadtmitte
  • Grundschule "A. Diesterweg"
  • Grundschule "Ludwig Uhland"
  • Sekundarschule Süd
  • Sekundarschule "A. Diesterweg"
  • Bismarck-Gymnasium Genthin
  • Albrecht-Dürer-Schule, Sonderschule für Lernbehinderte
  • Kreismusikschule "Joachim a Burck"
  • Kreisvolkshochschule Jerichower Land

Kultur und Sehenswertes:

  • Der 1934/35 erbaut, 48 m hohe, achteckig Wasserturm Genthin (Wahrzeichen der Stadt)
  • Sankt-Marien-Kirche.
  • Die Kirche in Altenplathow
  • Dorfkirche Parchen
  • Schloss Parchen
  • Kloster Jerichow
  • Kino Genthin
  • Elberadweg